Selektionstests des Nationalkaders in Hergiswil

Gleich zwei Sensler Ringerinnen stellten sich am heutigen Samstag dem harten Selektionskriterium des Nationalkaders der Swiss Wrestling Federation. Svenja Jungo und Julia Lötscher absolvierten den fünfteiligen Testablauf unter den Augen des Trainerteams und der Funktionäre des Nationalverbands. Die Ergebnisse und der Entscheid über die Aufnahme in den Nationalkader folgen in den kommenden Wochen. 

Besonders erfreulich ist, dass neben den beiden Sensler Athletinnen auch noch drei weitere Mädchen zu den Selektionstests angetreten sind. Die Entwicklung des Frauennationalkaders war in den vergangenen Jahren das grosse Sorgenkind des Nationalverbands. Athletinnen, die auch international auf der Matte standen, kamen mit den Lötscher-Schwestern ausschliesslich aus der Ringerstaffel Sense. Nun besteht die begründete Hoffnung, dass der Frauenkader künftig auch vereinsmässig etwas breiter abgestützt ist. 

 

Alle insgesamt über zwanzig Anwärter auf den Nationalkader, mussten den gleichen Test durchlaufen. Neben Kriterien im Bereich Technik wurden durch einen systematischen Test auch relevante Kraftwerte ermittelt. Ebenso wurde die Beweglichkeit mit einigen Übungen ermittelt. Körperlich weniger anstrengend war die Durchführung eines von SwissOlympic entwickelter Mental-Test, der ergänzend zu den physischen Faktoren auch die psychischen Voraussetzungen für eine mögliche Spitzensportkarriere abprüfen soll. Abgerundet wurde die Leistungsmessung durch einen sehr anspruchsvollen Kraft-Ausdauer-Parcours, der alle Athletinnen und Athleten zum Abschluss nochmal an die körperlichen Grenzen führte. 

 

Für die Organisation und die professionelle Durchführung des Tests gilt den Verantwortlichen der Swiss Wrestling Federation ein grosser Dank. Die standardisierte Leistungsbestimmung, deren Kriterien stark am realen Anforderungsprofil des Ringsports orientiert sind, gewährleistet eine faire und leistungsgerechte Selektionsentscheidung. Für die Athletinnen und Athleten ist der Tag der Tests zudem eine gute Gelegenheit, auch die Arbeitsweise und die Atmosphäre im Nationalkader aufzunehmen und selbst zu überprüfen, ob die mögliche Aufnahme in den Kader dem persönlichen Wunsch entspricht. 

 

Sobald die Ergebnisse und der Entscheid für die Aufnahme vorliegen, werden wir selbstverständlich berichten. Bis dahin gratulieren wir Svenja und Julia zunächst zur tollen Leistung, die sie unabhängig vom Ergebnis, zweifelsohne erbracht haben. Bravo!

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